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White Sands (bei Alamogordo, New Mexico)

Dies ist keine gewöhnliche Sandwüste, da der am Westrand liegende Teil der Rocky Mountains eine große Gipsablagerung hervorbrachte, die in dem extrem trockenen Wüstenklima vom Wind in Sand umgewandelt wurde. So entstand eine gleißend helle, weiße (!) Sandwüste, die ich ohne Sonnenbrille nicht zu ertragen vermocht hätte (habe die Sonnenbrille einmal kurz abgenommen, das genügte!). Neben der Spur einer Sidewinder (Sandwüstenklapperschlange) konnten wir trotzdem ein paar unverwüstliche Sträucher und andere Gewächse entdecken, die schneller wachsen, als der Sand wandert, obwohl es dort so gut wie kein Wasser gibt. Durch die Dünen zu laufen, ist ein komisches Gefühl und die erbarmungslos starke Sonneneinstrahlung, die fast vollständig reflektiert wird und daher doppelt wirksam ist, war schon im März recht unangenehm - im Hochsommer ist es mit Sicherheit tagsüber unerträglich heiß. Außerdem spürt man schon nach kurzer Zeit Durst und Trockenheit in der Kehle. Die Dünen aufwärts zu laufen ist nicht ganz einfach, der lose Sand bietet keinen sicheren Halt; allerdings ist hinfallen auch relativ harmlos, da der Untergrund stets etwas nachgibt und so sehr große Höhenunterschiede gibt es nun auch wieder nicht. Mein Freund hat sich einmal vom Kamm einer Düne längs herunterrollen lassen mit dem Ergebnis, daß ihm danach schwindlig war (sein Kreislauf ist nicht der stärkste). Übrigens ist dieses National Monument i.a. ein bis zweimal in der Woche für ein bis zwei Stunden geschlossen, wenn Raketenübungen stattfinden, da das Übungsgelände die für Besucher zugängliche Fläche praktisch rundherum einschließt. Dort wurden auch die im 2. Weltkrieg erbeuteten V2-Raketen getestet. Heute noch ist es Testgelände für Raketen der US Army (die Teilstreitkräfte dort haben alle ihre eigenen Raketen).
 

Carlsbad Caverns und Living Desert State Park (New Mexico)

Die Carlsbad Caverns sind das größte Höhlensystem der Welt und beinhalten ebenfalls die höchste bekannte Einzelhöhle. Dort unten kann man stundenlang herumlaufen und da der Höhenunterschied zwischen Eingang und der Sohle der unteren Höhlen etwa 150 m beträgt sowie die Fußwege zwangsläufig relativ schmal sind, ist nur das Hinunterlaufen für die Besucher vorgsehen, von der Sohle führen Aufzüge dann nur hinauf in das Visitor Center zurück. Die "Eingangshöhle", in der der Weg serpentinenartig nach unten führt, wimmelt von Rauchschwalben, die in dem vorderen Abschnitt der Höhle ihre Nester haben. Leider war es noch zu früh im Jahr, so daß wir noch keine Fledermäuse beobachten konnten, die ab April dann in einer tiefer im Inneren gelegenen Höhle ihre Rastplätze einnehmen. Man kann auch einen Stab mit Empfänger und Ohrhöhrer für einen Dollar mieten, der dann in der nähe der in den Höhlen verteilten Sender eine Beschreibung der aktuellen Umgebung von sich gibt (auch in deutsch möglich). Das Innere ist durch eine Art Notleuchtensystem nur schwach erhellt, so daß Sonnenbrillen darin ausgeprochen störend sind. Die an und für sich bekannten Stalaktiten und Stalagmiten bilden hier nicht nur ungewohnte, die Phantasie anregende Gebilde (z.B. das sogenannte "chinesische Puppentheater") sondern auch teilweise riesige "Skulpturen". Aber auch die sogenannte "Big Hall" ist nicht etwa ein einziger riesiger Hohlraum, sondern immer nur teilweise sichtbar, weil immer wieder Zwischenwände und andere Sichthindernisse vorhanden sind, z.B. in der "Halle der Giganten". Unweit von den Caverns findet man den "Living Desert State Park", in dem Luchse, Pumas, verschiedene Wildarten, (angeblich) Roadrunner und verschiedene Vogelarten, darunter der Rotschwanzbussard und der bereits vom Grand Canyon uns wohlvertraute Kolkrabe zu sehen sind. Am spektakulärsten finden aber die meisten Leute - wir bildeten keine Ausnahme - eine Präriehundkolonie, die von allen Seiten eingesehen werden kann. Diese nicht sehr großen, aber aktiven Säugetiere, die von den Raubtieren der Halbwüstenregionen intensiv gejagt werden, sind dort natürlich nicht mehr so scheu wie in freier Wildbahn, allerdings konnten wir u.a. auch einen etwas häßlichen Kampf zweier Tiere beobachten, die sich anscheinend um ein Loch bzw. genauer gesagt eine Wohnhöhle darunter zu streiten schienen. 


 

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