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(letzte Aktualisierungen 30. Dez 2007 und 21. Aug 2005: gesammelte Links am Anfang und weitere für uns interessante Projekte)

my own BOINC/SETI client download page

BOINC Statistiken inklusive unserer Sternwartengruppen
SETI@home classic unseres Vereins

BOINC generell
SETI BOINC und klassisch
Klimaberechnung
Gravitationswellen: Einstein@home
CERN Teilchenbeschleuniger (LHC@home)
Cosmology Model Calculation (University of Illinois, Urbana-Champaign)
Evolution of our Milkyway
Kleinplanetenberechnung (orbit@home)
Planetensuche (planetquest)

Schwäbische SternwarteHomepage der Schwäbischen Sternwarte eV

Einleitende Bemerkungen

Zwar bin ich langjähriges, aktives Vereinsmitglied, aber dennoch repräsentiere ich den Verein nicht offiziell! Das gilt insbesondere für Meinungsäußerungen!

Diese Seite ist als zentrale Anlaufstelle für alle Mitglieder unseres Stuttgarter Sternwarten-Vereins und/oder unserer SETI@home-Gruppe gedacht (aber s.u.). Bei Bedarf könnte auch ein Diskussionsforum eingerichtet werden, meine Kontaktadresse findet sich am unteren Ende dieser Seite. Weil die Schwäbische Sternwarte nach dem Umbau ihrer Homepage keine Seiten mehr zu diesem Projekt anbietet und unser SETI@home-Gruppengründer Herr Farago, ein leitendes Vereinsmitglied und damit wichtiger und mehr beschäftigt als ich, kaum Zeit fand, sich hierum zu kümmern, habe ich am 18. August 2002 diese Aufgabe in Absprache mit ihm und dem Webmaster der Sternwarten-Homepage übernommen.

BOINC, SETI und Klimavorhersage und weitere Wissenschaft im Computer

BOINC

Bei der Berkeley Open Infrastructure for Network Computing handelt es sich um eine client/server-Software, über die verschiedene Projekte auf mehreren Rechnern oder auch auf demselben Rechner abgewickelt werden können: der einzig direkt herunterzuladende (s.o.) BOINC Client stellt die Internetverbindung zu den Projektseiten her und lädt auf Wunsch und bei Updates von dort automatisch die jeweilige Projektsoftware herunter; lediglich die Registrierung muss noch auf der jeweiligen Projekthomepage erfolgen. Für die hier angesprochenen Projekte gibt es auch jeweils eine Gruppe unserer Sternwarte (die ursprüngliche SETI@home-classic-Version natürlich eingeschlossen):

SETI/BOINC vs. SETI@home classic

Seit dem 14. Mai 2004 ist SETI/BOINC der offizielle Nachfolger von SETI@home classic. Einstweilen läuft das alte Projekt noch weiter; lediglich die User und Gruppen wurden bereits übernommen, darunter auch unsere SETI-Gruppe. Wer wechseln möchte bzw. später einmal dies muss, sollte seinen transferierten Account einfach aktivieren, falls die email-Adresse noch stimmt... Das ist, wenn auch umständlicher, inzwischen auch bei verlorenem email account noch möglich. Ich hatte mich dafür entschieden, mit dem Wechsel zu warten; mittlerweile kann man in der Klassik-Verion schon keine neuen Konten mehr anlegen; obwohl die neue BOINC-Version noch mehr Probleme zu haben scheint, als die Alte. Aber ich hindere Niemanden daran, schon vorher umzustellen; mittlerweile sollte es eigentlich ohne große Umstände gehen. Die alten Statistiken werden dann nach und nach endgültige Tabellen; BOINC fängt mit einer komplett anderen Zählweise dann wieder bei Null an. Kombitabellen sind ebenfalls verfügbar und eine letzte Aktualisierung nach Ende der Ergebnisverarbeitung bei classic wird auch noch erfolgen.

BOINC Klimaberechnung

Seit dem 26. August gibt es nun auch einen Klimavorausberechnungsclient im Rahmen von BOINC, und da dieser den hochproprietären M$-Windows-client ablöst (seine Verwendung wird auch dort nicht mehr empfohlen) sowie auch andere wichtige Plattformen wie ia32-GNU/Linux und Mac OS X (ab 10.3) unterstützt, habe ich auch dort eine Gruppe für unsere Sternwarte gegründet. Wer möchte kann nun beide Projekte unter der BOINC-Haube gemeinsam fahren oder sich für eines entscheiden; eine SETI-Entdeckung hätte zwar eine größere Bedeutung als selbst ein wesentlich besseres Verständis unserer hausgemachten Klimaänderungen, hat aber wenig Erfolgschancen; da ist die Klimarechnung eben ein sehr konkretes Projekt auch großer Bedeutung. Ich unterstütze mit mehreren Rechnern unter meiner Kontrolle nun beide Projekte (bei SETI allerdings momentan auch noch die classic-Version).

Gravitationswellensuche

Im Jahr 2005, dem sogenannten Einstein-Jahr, geht die Jagd auf die von Einstein in den 30'er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts vorhergesagten Gravitationswellen erst richtig los. Lediglich aus der genauen Untersuchung eines Binärpulsars war bisher indirekt auf ca. 1% Genauigkeit deren Existenz erhärtet worden (Einstein hielt den direkten Nachweise noch für aussichtslos, hat ja auch lange genug gedauert: dieser indirekte Nachweis erfolgte erst ca. 50 Jahre nach seiner Vorhersage!); die beiden speziellen Interferometer-Observatorien LIGO (Nordamerika) und Geo 600 (Europa) versuchen nunmehr den direkten Nachweis mit erstmals realistischer Chance — zumindest bei seltenen Ereignissen muss das möglich sein. Da eine Menge Daten anfallen, sind auch hier die Teilnehmer zur Mitarbeit aufgerufen:

Einstein@home site und unsere übliche Sternwartengruppe dazu. Hinweis: insbesondere auf Unix-SMP-Systemen (d.h. derzeit Mac OS X sowie GNU/Linux) kann es zu sonderbarern Effekten kommen, v.a. wenn weitere Projekte auf derselben Maschine laufen, z.B. ein Prozess zuviel o.ä. Abhilfe soll aber bevorstehen.

Teilchenbeschleuniger: Detektorpositionierung

Die Geburtsstätte des www ("Internet", genauer HTML und HTTP) meldet sich mit diesem BOINC-Projekt sozusagen zurück: am CERN, dem europäischen Teilchenforschungszentrum entsteht der größte und leistungsfähigste Beschleuniger der Welt. Die richtige Anordnung der Detektoren ist dabei inzwischen so schwierig, dass man ebenfalls auf die Hilfe von Computereigentümern in aller Welt setzt. Allerdings sind derzeit noch so wenig Daten verfügbar, dass selbst die kaum über die Beta-Phase hinaus gehende geringe Zahl von Usern of sofort alle work units "verbraucht"; erst seit kurzem scheint die permanente Erstellung eines Kontos dort möglich zu sein. Dennoch ist dies sicher eine interessante Aufgabe angesichts der Bedeutung der Teilchenphysik für die moderne Astronomie, insbesondere hinsichtlich Urknall und schwarzer Löcher, auch wenn es als alleiniges BOINC-Projekt ziemlich ungeeignet ist (mindestens ein weiteres ist nötig, um einen Rechner zu beschäftigen):

LHC@home CERN site und unsere Sternwartengruppe dafür. Hinweis: Mac-User müssen offenbar warten, bis sie einen neuen Intel-basierenden Mac haben, mit dem sie dann Intel-Compiler clients ausführen können.

Kosmologische Modellberechnung, Uni in Urbana-Champaign

Eine weitere Möglichkeit, hier die eigenen Rechner einzubringen: mehr Licht ins Dunkel von sogenannter dunkler Energie und Materie soll dieser Ansatz bringen: Cosmology at Home.

Milchstraßenevolution

Nicht ganz so groß dimensioniert, wird hier versucht, die Entwicklung unserer Heimatgalaxie genauer zu modellieren als bisher: Galaxisentwicklung.

Kleinplaneten: Bahnberechnung

Zwar waren "Deep Impact" (akzeptabel, wenn auch am Ende etwas unglaubhaft) und "Armageddon" (ein wüstes, unwissenschaftliches Machwerk) typische Katastrophenfilme um ein wenig wahrscheinliches Ereignis, aber leider ist es andererseits sicher, dass uns irgendwann wie damals den Dinosaurieren wieder so ein Ding sozusagen auf den Kopf fallen wird — wenn auch vielleicht erst in ein paar Millionen Jahren, etwas kleinere aber sicher spätestens in ein paar 10000 Jahren. Um die Bahnermittlung der vielen, immer zahlreicheren entdeckten Planetoiden voranzubringen, dient dieses momentan noch sehr Alpha-artige Projekt, in dem nur wenige experimentierfreudige Frühstarter bisher mitwirken können (ich habe auch noch keinen account, daher gibt es auch noch keien Sternwartengruppe). Die offizielle Seite dazu muss somit beobachtet werden.

Suche nach extraterrestrischen Planeten

Nur in der Planung bzw. als interne alpha-Software gibt es diese Suche nach Planeten-Transiten vor fremden Sternen zwecks deren Nachweis: Planetquest@home site, immerhin auch in Deutsch. Sicher ist die Zuschreibung einer Planetenentdeckung für Mitrechner ein zusätzlicher Ansporn, auch wenn laut Jean Schneiders Extrasolar Planets Encyclopaedia" diese Objekte inzwischen nicht mehr so selten sind (über 250 Ende 2007).

Allgemeine Hinweise

Technisches

Es sollten sich alle Mitglieder, die an dem Projekt teilnehmen, klar für mehr Durchsatz (d.h. mehr Ergebnisse) oder nette Grafik entscheiden. Denn auf allen Plattformen läuft der SETI@home under der climateprediction-client deutlich bis eklatant schneller, wenn keine Grafik des Rechenfortschritts angezeigt wird (d.h. auch nicht die Option -graphics und grafischen client xsetiathome unter UNIX verwenden!). Am Besten für die schnelle Abarbeitung von work units des Projekts geeignet sind die Textclients (unter UNIX sind mit Ausnahme von Mac OS X nur solche verfügbar), die in einer Shell (am Besten per cron!) bzw. Eingabeaufforderung laufen müssen. Unter den MS-Win-Plattformen gibt es (nur Win95 erfordert evtl. ein Upgrade, um ihn nutzen zu können) einen solchen client, als -winnt-cmdline (UNIX-) Textclient gekennzeichet ebenso wie für Mac OS X, wo er powerpc-apple-darwin heißt (der Vollständigkeit halber: für Mac OS X Server war es der Rhapsody client von derselben Seite, die Darwin-OS-X-Version sollte darauf jetzt auch laufen), s.a. auf der offiziellen Downloadseite in Berkeley.

Das ist nicht nur ein kleiner Unterschied, gerade auf den beiden genannten MS und Apple Systemen kann der Unterschied dramatisch sein und einen Faktor zwischen 2 und 8 ausmachen!

BOINC ist eher noch problematischer: zumindest unter OS X verbraucht der zusätzliche Visualisierungsclient (script namens viz zum Starten!) ebenso viel CPU Zeit wie der Rechenclient, so dass wertvolle Projektzeit verloren geht: daher sollte man auf den Start ganz verzichten oder ihn auf kurze Momente der Betrachtung des Zustands beschränken.

Dazu noch zwei Anmerkungen: wer mehrere Rechner im Einsatz hat, kann jederzeit die Datei user_info.sah von einem SETI-Verzeichnis eines Rechners in ein anderes eines anderen Rechners kopieren, auch über Plattformgrenzen hinweg (insbesondere zwischen UNIX und proprietären Systemen wie MS Win). Der Textclient muss mit seinem genauen Namen aufgerufen werden, da diese sehr lange Namen haben, können sie aus Gründen der Bequemlichkeit auch umbenannt werden (unter UNIX bietet sich dazu ein softlink an, den es auf proprietären Systemen nicht gibt), man sollte aber noch das Programm als solches identifizieren können!

Wenn auch in Englisch, aber dennoch gut lesbar, denke ich, können Interessierte sich u.a. auf meiner SETI@home-Performance-Seite über die Leistung verschiedener Plattformen orientieren (ist allerdings ziemlich UNIX-lastig, vielleicht aber auch gerade dadurch interessant).

Mail-Adressen-Probleme...

Als ich die Gruppe von der Übernahme der Gruppenleitung unterrichtet habe, musste ich nicht unerwartet feststellen, dass viele email-Adressen nicht mehr gültig waren. Das ist jedoch kein Hinderungsgrund, um weiter am Projekt teil zu nehmen: entweder wird die alte Information weiter genutzt, das schadet nämlich auch nicht, oder (speziell wenn das numerische Passwort nicht mehr bekannt ist und Änderungen an Projektinformationen/-Einträgen gewünscht werden) es ist ein neuer Account zu kreieren. Es steht jedem frei, in solchen Fällen auch zweimal in der Gruppe auf zu tauchen, mit dem alten Eintrag und den Ergebnissen von vor dem Wechsel und den Aktuellen des laufenden mail-account.

Unser Stand im Gesamtprojekt

Keine Frage: es gibt eine Reihe größerer Gruppen mit mehr Mitgliedern und/oder mehr Ergebnissen, aber zumindest unter den Gruppen, die den Namen unserer Stadt Stuttgart beinhalten, sind wir derzeit (August 2002) die Nummer 1. Vielleicht können wir diesen Achtungserfolg noch weiter ausbauen, auch wenn vor Kurzem ein fleißiges Mitglied unsere SETI-Gruppe verlassen hat (er war mit ca. 3000 Ergebnissen klar Drittbester in der Gruppe). Aktualisierung 4. Jan 2003: wie man sich anhand der offiziellen Berkeley-Liste zum Suchbegriff Stuttgart überzeugen konnte, waren wir "nur" noch die Nummer Zwei in Stuttgart, was i.W. am extrem fleißigen führenden Mitglied der Gruppe Berufsakademie Stuttgart liegt. Inzwischen, seit Sommer 2004, sind wir aber wieder vorne.

Leitlinien für die Gruppe

Generell möchte ich noch zur fortgesetzten Mitarbeit aufrufen, denn das Projekt wurde verlängert und sein Auslaufen ist noch keineswegs absehbar. Mitglieder der Gruppe, die zwar vorhanden sind, aber keinerlei Ergebnisse abliefern, werde ich im Rahmen der Konsolidierung und aus Gründen der Übersichtlichkeit früher oder später aus der Teamseite wieder entfernen.

Planungen und Geschichte

Da ich seit Langem dabei bin, habe ich viel Zeit gehabt, aus Interesse auch allerhand statistische Daten zu sammeln. Auszüge davon, die den Fortschritt unserer Gruppe zeigen, werde ich demnächst auch hier veröffentlichen; sie reichen zwar nicht ganz bis zum Anfang zurück, geben aber über Jahre im wöchentlichen Abstand einen guten Eindruck von der Entwicklung. Am Anfang war ich nicht nur das erste Mitglied der Gruppe, sondern auch eine Weile das Einzige und fragte mich schon, ob das überhaupt etwas wird, aber nach ein paar Wochen kam ein Weiteres hinzu und dann immer mal wieder jemand, bis es seit einiger Zeit ca. 50 sind, für unseren Verein mit 500--600 Mitgliedern nicht schlecht!

Happy SETI@home-crunching! (frohes Zahlenmahlen für "unser" Projekt!)

Weitere Anlaufstellen

meine generelle Übersichtsseite   (email-Adresse s.u.)

Herrn Faragos private Astronomie-Homepage   direkt an Otto Farago

Suche über alle meine Seiten:

mehr über SETI (in Englisch) 

Anregungen, Wünsche, Fragen etc. an: stefan.urbat@apastron.lb.shuttle.de   public key
(öffentlicher Schlüssel für mails, liegt natürlich auch auf den Keyring-Servern)

(URL:  http://www.lb.shuttle.de/apastron/setiSSwV.htm)