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Kurze Vorgeschichte: Als Single und vernünftigem, umweltbewusstem Mensch war mir klar, dass ich nach meinem letzten Stellenwechsel auch den Wohnort wechseln musste: die Entfernung von der alten Wohnung zum jetzigen Arbeitsplatz war zu groß, die tägliche Fahrt zur/von der Arbeit viel zu lang (mehr als eine Stunde in jeder Richtung). Aber im Gegensatz zur Situation vor vier Jahren, bei meinem letzten Umzug, war es diesmal äußerst schwierig, eine passende Wohnung zu finden...

Dabei fiel mir in der Zeitung eine Anzeige namens mieterdatei24 auf. Um keine Gelegenheit ungenutzt verstreichen zu lassen, nahm ich Kontakt auf und bezahlte dafür die dort verlangten 90 DM. Das hätte ich nicht tun sollen!

Denn wie auch bei einer Verwandten von mir, haben die mir nicht ein einziges Angebot (bei mir innerhalb von vier Monaten!) gemacht: mithin hätte ich mir das sparen können. Und das, obwohl die ausdrücklich ein Inserat (mehrfach!) von der Gegend, wo ich wohnen wollte, in der Zeitung hatten. Ich kann nur von Denen abraten und Alle auffordern, sich diese 90 DM zu sparen. Über Zeitungsanzeigen hingegen hatte ich dann doch mehrere interessante Wohnungen aus gemacht, wovon ich dann eine tatsächlich mieten konnte. Dabei war interessanterweise ein im dortigen, lokalen Blättchen geschaltetes Mietgesuch erfolgreich, während gleiches in der großen regionalen Zeitung nicht zum Erfolg führte (und natürlich teurer war). V.a. ignorieren viele Vermieter klare Ortsangaben ganz oder weitgehend, was bei nicht so klar örtlich begrenzt verteilten Zeitungen oft sehr lästig war. Zwar gelang es mir auch ein paar Mal, eine sinnvolle Wohnungsbesichtigung aufgrund (vermeintlich) interessanter Vermietungsinserate in der Regionalzeitung zu erreichen; aber insgesamt war das lokale Blatt per Mietgesuch klar die beste Quelle für ein passendes Angebot. So hatte auch eine Kollegin schon eine Wohnung in der gleichen Gegend bei früherer Suche gefunden.

Immerhin hat es sich als vermeidbar erwiesen, einen dieser Halsabschneider namens Wohnungsmakler zu engagieren. Da hätte bei mir nicht viel gefehlt; aber zwei Monatsmieten sind einfach eine Unverschämtheit und ich kann nicht nach vollziehen, warum diese Geldschneiderei namens Provision nicht vom Gesetzgeber auf z.B. eine halbe Monatsmiete begrenzt wird.

Was noch interessant bzw. diskussionswürdig sein dürfte: in einem Vermietungsinserat-Fall war es anfangs eine interessant erscheinende Wohnung, aber erst im fort geschrittenen Stadium erfuhr ich wahrlich große Pferdefüße, so dass ich dann doch klar abgelehnt habe (v.a. ein Zeitmietvertrag für nur zwei Jahre mit dem praktisch sicheren Zwang, dann ausziehen zu müssen). Im Übrigen schien jene Vermieterin zu bedauern, dass Mieter überhaupt irgendwelche Rechte haben. Immerhin hatte sie offenbar Schwierigkeiten, unter diesen Umständen die Wohnung zu vermieten; jedenfalls war kurze Zeit später erneut eine Anzeige von ihr in der regionalen Zeitung.

Vielleicht wäre es manchmal hilfreich, besonders krasse Fälle in einer Art bundesweiten "Blacklist" für alle Wohnungssuchenden auf zu führen, um Mieter vor solchen Vermietern besser zu schützen? Dabei beziehe ich mich gerade auf besonders extreme Fälle von "Entmietung" und dergleichen. Stellungnahmen an unten stehende email-Adresse sind erwünscht!


 

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Anmerkungen etc. an: stefan.urbat@apastron.lb.shuttle.de

(URL:  http://www.lb.shuttle.de/apastron/mieten.htm)