Vor Kurzem habe ich in Rula Azars ausgezeichnetem Gabriela Sabatini Forum den Wunsch nach einer Biografie von ihr gelesen. Hier ist nun meine persönliche und sicher unvollständige --- um es kurz genug zu halten --- Darstellung ihres Lebens, mit der Absicht, die Meilensteine v.a. rund ums Tennis, aber auch mit anderen Ereignissen dar zu stellen. Ich hoffe, Ihr habt etwas davon. Wenn Ihr es gelesen habt, seit Ihr eingeladen, mir per mail weitere Punkte zu schicken, die Ihr gerne ebenfalls hier lesen würdet, wie üblich steht die Adresse am Ende der Seite.


  • Gabriela wurde als Tochter von Osvaldo und Beatriz Sabatini, einem gut situierten Ehepaar (Osvaldo war Manager) am 16. Mai 1970 in Buenos Aires (d.h. "Gute Lüfte", eine echte Megapolis an der Atlantikküste) in Argentinien geboren. Sie hatte bereits einen fünf Jahre älteren Bruder namens Osvaldo Junior.

  • im Alter von Sechs Jahren nahmen eines Tages ihr Vater, Bruder und Onkel sie zum "River Plate Club" in Buenos Aires mit (1976). Wie sie einmal schrieb, "hat dieser Tag mein Leben für immer verändert".

  • im Alter von Sechs bis Acht Jahren war sie bereits völlig vernarrt in den "weißen Sport", sie übte immer, wenn sie konnte, meist mit einem eigenen Schläger und Bällen gegen Wände zu Hause und im Club spielend, wenn sie nicht richtig spielte. Ein Clubtrainer namens Daniel Fidalgo begann anschliessend, mit ihr zu üben.

  • mit Acht begann ihr Aufstieg: sie gewann lokale Kinderturniere gegen ältere Mädchen, schliesslich gewann sie erste Aufmerksamkeit in der Lokalpresse und bei Schulkameraden.

  • auch noch mit Acht verfolgte sie zum ersten Mal im argentinischen Fernsehen den größten männlichen argentinischen Tennisstar: Guillermo Vilas. Sie stellte fest, dass das Publikum seinen Namen rief, aber ahnte natürlich nicht, was ihr selbst in den kommenden Jahren widerfahren würde.

  • bis zum Alter von 12 Jahren wiederholte sich das Spiel: immer als Jüngste ihrer Altersgruppe, gewann sie immer gegen ältere Mädchen. Dann traf Sie Patricio Apey, der sie mit ihrer Freundin Mercedes Paz zu einem professionelleren Training nach Florida mit nahm.

  • die Krönung für Nachwuchsspieler erfuhr sie als jüngste Siegerin aller Zeiten (13 Jahre alt) der berühmten Orange Bowl, ebenfalls in Florida, bei Denen sie gegen Mädchen bis zum Alter von 16 Jahren antrat.

  • 1983 mit 13 Jahren bestritt sie ihre erste europäische Tennissaison, zuerst flog sie nach Paris und reiste dann per Zug durch Europa, zusammen mit der zwei Jahre älteren Mercedes Paz. Das schüchterne und von Heimweh geplagte Mädchen machte einige schwierige und wichtige Erfahrungen. Als sie schliesslich auf dem Flughafen in Buenos Aires ankam, erhielt sie zum ersten Mal jene Aufmerksamkeit, die seitdem weiter gestiegen ist: abgepasst von Fernsehen und Fotografen, riefen viele Leute ihren Namen usw. Gaby war sowohl stolz als auch verlegen. Sie hatte einfach einige Jugendturniere in Europa gewonnen...

  • ihr erster großer Bildschirmauftritt fand 1984 bei den US Open statt: sie hatte bereits (erst 14 Jahre alt) die ersten beiden Runden gewonnen und spielte dann erstmals in einer internationalen Tennisübertragung gegen Helena Sukova.

  • bereits auf Platz 72 in der (zu jener Zeit WPTA abgekürzt) Weltrangliste am Ende des Jahres 1984, im folgenden Jahr gewann sie die Japan Open, ihr erster Profi-Turniersieg (von insgesamt 27, das letzte Anfang 1995, genau 10 jahre später).

  • 1986 war sie zum ersten Mal für die Teilnahme an Wimbledon zugelassen, als sie bereits eine brilliante Spielerin war, nur die Grasplatzerfahrung fehlte ihr und sie wurde sofort die jüngste Spielerin seit Charlotte Dod zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die das Halbfinale erreichte. Zu dieser Zeit sah ich sie zum ersten Mal im Fernsehen, tief beeindruckt von der Art, wie das junge, hübsche Mädchen mit Schläger und Ball umging.

  • Einen weiteren persönlichen Eindruck gewann ich im Doppelfinale von Filderstadt, auch 1986: damals verlor Gaby mit Zina Garrison gegen das beste Damendoppel aller Zeiten, Martina Navratilova und Pam Shriver. Aber sie live zu sehen, beeindruckte mich noch mehr, ihre Topspin-Bälle erschienen mir sehr schnellund bereiteten ihren berühmten Gegnerinnen offensichtliche Schwierigkeiten (nebenbei gewann Navratilova das Einzelfinale gegen Hana Mandlikova). Gaby stand zu jener Zeit etwa auf Platz 10 in der Einzelrangliste.

  • 1987 machte sie weitere Fortschritte: zum ersten Mal in den Semifinals der French Open (insgesamt fünfmal), sehr nahe daran, erstmals ihre Rivalin Stefanie Graf zu schlagen, aber am Ende verlor sie doch, der erste Sieg über Martina Navratilova, die beste Spielerin zu der Zeit (auf europäischer Asche) und sie gewann insgesamt drei Turniere.

  • 1988 feierte sie auf ungewöhnliche Weise ihren Geburtstag: sie lud einige arme Kinder ein und kochte für sie und bediente sie, obwohl sie bereits ein großer Star war...

  • der Durchbruch geschah 1988, als sie zum ersten Mal das US Open Finale erreichte, sie verlor erneut gegen Stefanie Graf. Aufgrund ihrer bereits großen Popularität in Argentinien und auch als beste Sportlerin ihres Landes, die an den olympischen Spielen teilnahm, wurde sie als Fahnenträgerin der Eröffnungszeremonie (leider habe ich diesen Moment verpasst) mit einer für eine 18 jährige ungewöhnlichen Ehre ausgezeichnet. Außerdem begann sie in jenem Jahr, jede Gegnerin zu schlagen, z.B. mehrfach Stefanie Graf in Florida; und schließlich geschah das wichtigste Ereignis: sie gewann zum ersten Mal (von zwei) im Madison Square Garden die Virginia Slims Championships, meist populär als "Ladies Masters" bezeichnet. Zu dieser Zeit wurde sie auch meine klare Favoritin im Damentennis aus mehreren Gründen und blieb es, sogar nach ihrem Rückzug aus dem Profitennis... (Der einzige männliche Tennisspieler, der sich bei mir einen ähnlichen Respekt erworben hat, ist Pete Sampras --- das sollte Euch etwas sagen.) Sie gewann 1988 insgesamt vier Turniere.

  • im Frühjahr 1989 gelang ihr ein weiterer bedeutender Sieg: das sogenannte "fünfte Grand Slam-Turnier" in Key Biscayne, Florida, die Lipton Championships für Männer und Frauen mit einem Grand Slam-artigen 128er Feld auf einem knochenharten Hartplatz wie bei den US Open. Ihren einzigen Sieg in Filderstadt (auch 1989) muss ich auch kommentieren: sie gewann einen Porsche, und als ihr Bruder ihn nicht allzu lange danach zu Schrott fuhr, war ihre einzige Reaktion Erleichterung darüber, dass ihr unverantwortlich fahrender Bruder (so wie viel zu viele andere junge Männer) in Ordnung war. Kein Wort über den Totalschaden ihres geliebten Porsche.

  • 1989 brachte sie auch in das Geschäftsleben, außer den üblichen Sportverträgen (Ray Ban Sonnenbrillen, Fila, Head, Yamaha zu jener Zeit und später) schloss sie auch einen Vertrag mit Muehlhens (später von Douglas übernommen worden) für ein erstes Parfüm mit ihrem Namen. Sie gab selbst die Zusammensetzung der Düfte vor und während dieses erste "nur" mit Fotos beworben wurde, wurden zu den nächsten vier auch Fernsehwerbespots produziert, die v.a. Männer faszinieren. Diese waren: 1992 Magnetic, 1994 Cascaya, 1996/1997 Bolero (bereits nach ihrem Tenniskarrierenende) und 1999 Wild Wind, und mindestens bei Magnetic gab es auch eine Körperlotion ebenfalls mit ihrem Namen.

  • bei den Australian Open hatte sie ein Karrieretief: ihre einzige ernste Tennisverletzung, bedingt durch den --- zu --- gefärlichen Belag, sie blieb mit einem Schuh hängen und überdehnte massiv eine Sehne in einem ihrer Füße. Es war so schlimm, dass Gabys liebenswertes Gesicht sich verhärtete und sie musste im Rollstuhl weg gebracht werden, da sie nicht einmal mehr humpeln konnte. Seither ist die Sehne beschädigt, es kann nicht völlig heilen, aber so viel ich weiß (und hoffe), ist es der einzige bleibende Schaden, den Gaby durch das Tennis erlitt. Ich fand es unangenehm, zu zu sehen; der Schmerz, den Gaby niemals zu deutlich Anderen zeigen würde, war trotz ihres unbeugsamen Verhaltens für alle, die sie gut genug kannten, unverkennbar (Ihr werdet wahrscheinlich nie eine Träne von ihr oder sie gar weinen sehen aufgrund physischer Schmerzen, sie will nicht schwach erscheinen...)

  • 1990 brach ihre Erfolgsserie zunächst ab, sie wechselte den Coach (von Angel Giminez, der ihr den Weg in die Spitzengruppe der Rangliste ebnete und speziell ihre Fitness verbesserte, zu Carlos Kirmayr) und ließ sich vom Tennispsychologen Jim Loehr zu mehr mentaler Stärke führen. Zusammen mit den beiden sensiblen Männern, Loehr und Kirmayr, brachte sie es zu alten und verbesserten Stärken. Nach einem halben Jahr stieg sie wie der legendäre Phoenix aus der Asche bei einem bestimmten Turnier, den US Open. Ich kann mich lebhaft an ihre diversen, total verschiedenen Spiele erinnern, und es waren alle sieben möglichen, alle mit demselben Gesamtergebnis. Es war eine Freude, ihr zu zu sehen, wie sie sich perfekt mit ihrem Spiel an alle verschiedenen Gegnerinnen anpasste, mit dem Höhepunkt im Endspiel, das ich nie vergessen werde. Sogar die Nach-Mitternacht-Übertragungen, die ich trotz trotz tagsüber resultierender starker Müdigkeit ansah, die wegen ihrer enormen Popularität in New York und im US TV meist abends nach US-Ostküstenzeit angesetzt wurden, was obige Zeit bei uns in Mitteleuropa bedeutete. Ein Punkt war typisch, der Moment, als sie das Match im Kopf gewann: ein unmöglich zu spielen erscheinender Flugball wurde perfekt von ihr ausgeführt, und sogar in Grafs "Killergesicht" wurde erkennbar, dass die Deutsche der Verzweiflung nahe war. Nach einem typischen Longline-Passierball, mit dem sie erstmals ihre Rivalin Stefanie Graf in einem Grand Slam Turnier hinweg fegte, wurde sie schliesslich US Open Siegerin, fraglos einer der bewegendsten Momente ihrer Karriere. Außerdem gelang ihrein weiterer Sieg über Graf bei den Virginia Slims Championships im Madison Square Garden und verlor nur im Endspiel gegen eine verdächtig fitte Monica Seles (meiner Meinung nach wäre es normalerweise für die bilateral agierende, skrupellose Seles unmöglich gewesen, fünf Sätze durch zu halten, weil sie durch die fehlende Reichweite viel mehr laufen muss).

  • Zweifellos waren Gabys beste Jahre 1991 und 1992. Sie hatte sich wieder als Nr. 3 der Weltrangliste etabliert. In beiden Jahren gewann sie fünf Turniere, alle in der ersten Jahreshälfte, vielleicht aufgrund eines gewissen Mangels an physischer oder mentaler Stärke im zweiten Halbjahr? Wie auch immer, in beiden Jahren führte sie Mitte des Jahres in der Preisgeldrangliste vor Graf und Seles und die Chance, auch in der Weltrangliste Nr. 1 zu werden, war unglaublich nahe, als 1991 zwei Unglücke geschahen: die (unverdiente) Niederlage im Wimbledon-Finale gegen Graf, weil Graf durch ungeheuren Dusel einen Punkt machte, den sie normalerweise nicht hätte gewinnen können, weil es ihr am nötigen Touch für Flugbälle fehlt und die Graf keineswegs sonderlich gut an diesem Tag aufgelegt war, und noch schlimmer kam es später in der Saison, als Gaby nur einen weiteren Matchgewinn benötigte, und gegen Capriati wegen einer Verletzung aufgeben musste. Der letztere Vorfall wurde von Gaby richtig als absolutes Disaster empfunden, da sie nur hauchdünn hinter Graf und Seles hängen blieb (m.W. waren es ganze drei Durchschnittspunkte bei einem absoluten Stand von ca. 240, mithin extrem dicht hinter den nahezu gleichauf liegenden Graf und Seles) vor ihrem größten Ziel: die Nummer Eins zu werden. Es war erst das zweite Mal, dass ich auf ihrem Gesicht Tränen sah; das erste Mal war es 1988, als sie das nahezu bedeutungslose Olympia-Finale gegen Graf verloren hatte. In beiden Fällen war ich jedoch ebenfalls traurig, konnte ich doch sogar am Fernseher ihre enorme Enttäschung deutlich fühlen.

  • 1992 gewann sie zum vierten Mal die Italian Open in Rom, das zweitwichtigste Sandplatzturnier nach den French Open, und zu dieser Zeit wurde sie in einer Umfrage als die berühmteste Sportlerin in Italien ermittelt! (Alberto Tomba wurde in derselben Umfrage der berühmteste Sportler.) Auch in Japan, wo sie ebenfalls mehrfach die Open gewann, hatte sie eine enorme Popularität nicht nur im Tennis erreicht (s.u.). Aber das war der letzte große Augenblick im Sport für sie für mehr als zwei Jahre.

  • die French Open 1993 brachten einen entscheidenden Bruch in Gabys Karriere: sehr unglücklich verlor sie gegen eine vom Dusel begünstigte (teilweise mache ich auch die Linienrichter dafür verantwortlich, weil Gaby es Denen immer sehr leicht machte, gegen sie zu entscheiden --- sie beschwerte sich fast nie über Fehlentscheidungen) Mary Joe Fernandez, ein Match, das sie schon so gut wie gewonnen hatte, aber dann sechs Matchbälle vergab und schliesslich ein extrem knappes Match verlor, sie schien außerstande zu sein, sich von dieser Katastrophe zu erholen. Tatsächlich brauchte sie mehr als zwei Jahre, um wieder zu ihrem guten Spiel zurück zu finden.

  • in mehr persönlicher Hinsicht (ich erwähnte weiter oben bereits die verschiedenen Parfüms, in die sie ihre "Liebe für Duft" einbrachte) war sie 1992 von einem hübschen Mädchen zu einer außergewöhnlichen Schönheit mit überragender Anziehungskraft heran gereift, und sie blieb ein liebenswerter Mensch trotz ihrer großen Berühmtheit in der ganzen Welt. Z.B. habe ich nie wirklich schlimme Äußerungen über ihr Auftreten gehört und sie wird niemals böse Worte über andere Menschen sagen. Zusammen mit ihrer brillianten Art, Tennis zu zelebrieren, wurde sie entsprechend von anderen geehrt: eine Rose wurde nach ihr benannt, und eine extrem teure Puppe (nur zwei davon wurden von der Great American Doll Company hergestellt) und sie wurde als einer der 50 schösten Menschen der Welt vom Peoples Magazine gewählt. Schon 1991 war sie die erste Sportlerin, die einen Werbevertrag mit Pepsi abschloss.

  • diese letzten Tatsachen mögen zumindest teilweise für das bisherige Fehlen einer langen, festen Beziehung mit irgend einem Mann verantwortlich sein (?). Andere Probleme waren der enge Terminplan während der praktisch nie endenden Saison und der Wunsch nach ihrem Rücktritt 1996, die Freiheit ohne irgend welche Pläne zu nutzen, die eventuell auch aus einer Beziehung entstehen könnten. Aber der eigentlich wichtige Punkt, den ich hervorheben möchte, ist, dass wenn man irgend eine berühmte, schöne, reiche, sportliche junge Frau heranzieht, dann werden mindestens 99 % aller Männer von diesem Erscheinungsbild so eingeschüchtert sein, dass sie niemals einen Annäherungsversuch wagen werden --- man kann es vereinfacht so ausdrücken: "diese Göttin wird mich niemals auch nur wahrnehmen, da ich so wenig wert bin, verglichen mit ihr". Natürlich ist das kompletter Unsinn, trotz aller Details (s.o.). Aber ich bin sicher, dass es etwas damit zu tun hat. Außerdem mag Gaby keine öffentliche Diskussion über ihre Beziehungen; daher passiert wahrscheinlich etwas mehr, als wir (bestätigt) zu hören bekommen. Wie auch immer, ich bin nicht gewillt, an Spekulationen über ihr Liebesleben teil zu nehmen.

  • 1993 passierte nichts Bemerkenswertes, die Probleme hielten an (s.o.). Aber 1994 zündete erneut ein letztes Mal das Feuer in Argentiniens Tennis-Heldin und so gewann sie schliesslich zum zweiten Mal die Virginia Slims Championships in New York und ihren letzten größeren Erfolg erzielte sie dann 1995 in Sydney, als sie den 27. und letzten Turniersieg feierte. Offensichtlich war es immer schwieriger für sie geworden, sich zu motivieren, Zweifel kamen auf, ob Tennis alles sein konnte, und sie begann für die vielen Jahre Training, Reisen und fehlende Zeit, etwas Spontanes zu tun usw., zu bezahlen.

  • das war der Hauptgrund für ihren Rücktritt 1996 im Alter von nur 26 Jahren, aber immer noch in guter Gesundheit. Die New Yorker feierten sie ein letztes Mal im Madison Square Garden, dem Ort, an dem sie zweimal das "Masters" gewann und in der geliebten Stadt, die sie ebenso liebt, in der sie ihren einzigen Grand Slam Einzelsieg errang (mit Graf gewann sie einmal das Doppel in Wimbledon).

  • fraglos hätte sie mehr Erfolg verdient gehabt, aber in einigen Schlüsselmomenten fehlte ihr das Glück, was auch nötig ist, eine Tatsache, die üblicherweise von den Spielern/innen bestritten wird, die dieses Glück hatten, aber es ist nichtsdestoweniger wahr. Zweifellos spiegeln die reinen Zahlen Gabys Bedeutung und Einfluss auf das moderne Damentennis nicht wieder.

  • insbesondere in Argentinien wird sie in Erinnerung bleiben als eine der größten Persönlichkeiten in der Geschichte des Landes und v.a. bezüglich Popularität und Ruhm, nur mit Evita Peron vergleichbar, was Frauen aus diesem Land angeht.

  • ein Mensch von Gabriela Sabatinis Größe wird niemals ganz aus der Öffentlichkeit verschwinden, auch nicht nach Ende der Hauptkarriere. Aber Gaby ist ein Mensch, der nicht permanent in der Mitte öffentlicher Aufmerksamkeit zu stehen wüscht, und so gab es nicht viel Offizielles über sie nach 1996. Außer einigen Werbeauftritten (Parfüs, Leinenbettwäsche, etc.) und einigen Kurzauftritten und Talk-Show-Besuchen im Fernsehen gibt es nicht viel zu berichten.

  • Sie lebt nun hauptsächlich in Florida, Miami, wo das Klima dem des ebenfalls an der Atlantikküste liegenden Buenos Aires stark ähnelt. Das mag neben ihrer Liebe zu Florida auch eine Flucht sein, weil sie in ihrem Land so berühmt ist, dass der Verkehr zusammenbricht, wenn sie in Buenos Aires auf der Straße auftaucht... Und sie macht Fitness-Übungen an jedem Tag, weil sie das Gefühl hat, es zu brauchen, um sich wohl zu fühlen. Als Nebeneffekt bleibt ihr Körper gut in Schuss, obwohl Gaby mehrere Kilogramm nunmehr überflüssiger Muskelmasse verloren hat, seit sie nicht mehr Profitennis spielt.

  • aber es ist möglich, dass sie eine Karriere als Sängerin starten möchte. Einmal sang sie bereits zusammen mit einem berühmten Sänger zusammen im Fernsehen (vor ein paar Jahren) und sie plant eine eigene CD zu veröffentlichen. Wir müssen abwarten, ob sie viel Erfolg haben wird, aber eines ist sicher: wenn Ihr bis hierher durch gehalten habt, dann werdet Ihr wohl genauso wenig wie ich die großen Augenblicke auf den bedeutendsten Center Courts der Welt vergessen, wo eine junge Frau aus Argentinien herausragende Spielintelligenz, Gefühle, taktisches Verständnis und nicht zuletzt Ballgefühl und Touch bewies, was niemals von einer durchschnittlichen Nummer Eins in der Tenniswelt erlernt werden kann!


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