Diese Seite unterscheidet sich in Absicht und Grund ihrer Entstehung deutlich von allen Anderen, die ich anbiete:

Mir geht es darum, mit der deutschen Kreditwirtschaft, insbesondere den Sparkassen und der DEKA-Bank, öffentlich abzurechnen. Im günstigsten Fall könnte dies dazu beitragen, auf längere Sicht mehr Kundenfreundlichkeit und Fairness in diesem Geschäft zu etablieren - schließlich soll man ja nie die Hoffnung aufgeben!

Dies ist also in keiner Weise eine "fun page", aber sicher dennoch für viele Leute interessant. Denn die teilweise bis zur Illegalität reichenden Aktionen der Banken betreffen viele Menschen auf höchst unangenehme Weise.

Es ist mir in dem konkreten Anlass wie vielen Leuten passiert, dass wegen einer fehlenden Kontodeckung ein regelmäßiger Lastschrifteinzug nicht ausgeführt werden konnte, und zwar einer, den ich per monatlicher Einzugsgenehmigung für ein Aktiendepot der Landesgirokasse Stuttgart bzw. der DEKA-Bank als Depotbank erteilt hatte.

Daraufhin haben die mir einfach vom Wertpapierdepot 20 DM Bearbeitungsgebühr abgezogen - ein beträchtlicher Prozentsatz des monatlichen Anlagebetrags. Seit 1997 der Bundesgerichtshof entschieden hat, dass für Überweisungen und Lastschrifteinzüge, die aufgrund fehlender Deckung des betroffenen Kontos nicht ausgeführt werden können, keine Gebühren erhoben werden dürfen, ist es ebenfalls möglich, alle solche Gebühren zurück zu fordern. Die Leute von der DEKA-Bank versuchten sich da heraus zu winden, indem sie von indirekter Beteiligung ihrer Bank an dem Zahlungsvorgang faselten. Aber der Kausalzusammenhang ist völlig klar.

Ich habe Denen in einem entsprechenden Brief unverhüllt gedroht (nur massive Drohungen haben gegen die zumeist arroganten Banken überhaupt eine Aussicht auf Erfolg), mein Depot bei ihnen aufzulösen, diesen Sachverhalt publik zu machen (was hiermit geschieht) und zu versuchen, über einen Verbraucherschutzverein o.ä. dagegen vorzugehen.

Nachdem die mir ihre in solchen Punkten von vornherein ungültigen Geschäftsbedingungen zusammen mit der Ablehnung der Gebührenerstattung (für mich keine Überraschung) geschickt hatten, habe ich ihnen nunmehr wie angekündigt das Depot gekündigt und natürlich zuallererst die Einzugsermächtigung widerrufen. Ungültig sind Geschäftsbedingungen übrigens für Diejenigen, die das noch nicht wissen, dann, wenn sie sittenwidrig sind (altmodischer Begriff, ist aber dafür üblich, das heißt grob gegen die Regeln geschäftlicher Fairness verstossend) oder sonst den Kunden bzw. Geschäftspartner irgendwie unangemessen benachteiligen.

Es ist übrigens empfehlenswert, in solchen Fällen grundsätzlich kompromisslos zu handeln: nur so können wir Druck auf die Banken ausüben. Außerdem sind auch nicht alle Halsabschneider; ohne jetzt Werbung machen zu wollen, möchte ich hier den DWS nennen, der solche Gebühren in Fällen von Kontoüberziehung nicht erhebt. Es gibt also durchaus Alternativen für die Geldanlage!

Andere Punkte führe ich im Folgenden auf. Diese Liste läßt sich nahezu beliebig fortsetzen! Was Gebühren angeht, sind übrigens in der Tat die Sparkassen und die DEKA-Bank Meister darin, immer Neue zu erfinden, und zwar unabhängig davon, ob dies überhaupt im Einzelfall zulässig ist.

  • zunächst erinnere ich an die (früher?) übliche Wertstellungspraxis: indem sie Abbuchungen immer sofort, Gutschriften aber erst später vornahmen (oder immer noch vornehmen!), verschaff(t)en sie sich beträchtliche Zinsgewinne. Diese Praxis wurde daher schließlich höchstrichterlich verboten. Ein typisches Beispiel für sittenwidriges Verhalten. Denn das Geld kann zwischen den beiden Buchungszeitpunkten nicht einfach verschwunden sein, wenn es der Bank gerade gefällt und nutzt...

  • undurchschaubare Gebührenlisten und -aufstellungen: wie ich von einem Freund weiß, praktiziert z.B. auch die Landesgirokasse Stuttgart eine wahre Flut von allen möglichen Gebühren, mit denen der Kontoinhaber belastet wird, wenn er alle Möglichkeiten ausnutzt, die grundsätzlich angeboten werden. Unter diesen Umständen ist es für Kunden praktisch nicht mehr nachvollziehbar, was er denn nun wofür zahlt. Es handelt sich um eine unangemessene Benachteiligung, wenn nicht sogar um teils unzulässige und nur verdeckt erhobene Gebühren.

  • erst heute habe ich wieder einen typischen Fall in den Medien gelesen: eine Direktbank hatte einen Aktienkauf wegen 300 DM, die zu den nötigen ca. 81 000 DM fehlten, nicht ausgeführt, aber dem Kunden auch keine Nachricht darüber zukommen lassen. Diese unfaire Praxis wurde ebenfalls per Gerichtsbeschluss untersagt.

  • gerade die deutschen Banken sind teils noch weit von effizienter oder gar kundenfreundlicher Arbeit entfernt. Dies betrifft abermals v.a. viele Sparkassen. Wie lange die oft brauchen, um eine Überweisung durchzuführen, spottet teilweise jeder Beschreibung. Ich habe da schon Fälle von einer ganzen Woche erlebt (Kreissparkasse Ludwigsburg). Und manche von Ihnen unterhalten dabei riesige Wasserköpfe z.B. von Juristen, die praktisch beschäftigungslos sind und nur durch wechselseitige Kontrolle echte Arbeit vortäuschen!

  • einmal musste ich mich - natürlich war es wieder einmal die DEKA-Bank! - ernsthaft fragen, ob die eigentlich eingehende Schreiben richtig lesen können oder wollen: statt die von mir beauftragte Anzahl von Stücken im Depot (weniger als die Hälfte) zu verkaufen, haben sie das damals betroffene Depot de facto ganz aufgelöst, indem sie alle Anteile verkauften. Das einzig Positive daran: damit haben sie sich nur selbst geschadet, denn eigentlich sollte eine Bank danach streben, möglichst viele Kundengelder verwalten zu dürfen. So lautet jedenfalls m.W. die Theorie...

  • außerdem war da noch... Die Schufa ("Schutzgemeinschaft für Anlageinstitute" oder so ähnlich- wie zum Hohn, es ist ein Wolf im Schafspelz!) ist sozusagen der Kettenhund der deutschen Kreditwirtschaft und hat in der Vergangenheit schon oft Ärger mit den Gerichten gehabt. Besonders beliebt ist es beispielsweise bei Denen, irgendwelche Kundendaten von Banken, die sie bundesweit zentral sammeln, in jeder Hinsicht weit über das zulässige Maß hinaus auf zu bewahren und auszuwerten. Darüber klagen auch regelmäßig die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern. Diese Methoden erinnern eher an eine kriminelle Vereinigung, als an einen berechtigten Schutz vor Betrügern, Bankrotteuren und Ähnlichem. Schon des Öfteren ist es z.B. geschehen, dass falsche Mitteilungen (bei der bereits geschilderten Unprofessionalität vieler Institute kein Wunder) zu massiven Problemen bei Bankkunden geführt haben, die unbescholten wie sie waren, überhaupt nicht verstanden, warum keine Bank ihnen irgendeinen Kredit, eine Kreditkarte o.ä. geben wollte. Denn leider muss die Schufa nur auf Anfrage die über den Anfragenden gespeicherten Daten preisgeben; dies ist etwas schwierig, wenn man nicht einmal eine Idee davon hat, dass so etwas dort vorliegen könnte... Andererseits konnten wir schon mehrfach wie in den Fällen des Immobilienbetrügers Schneider und der Deutschen Bank sowie der Bayerischen Hypobank (jetzt Hypovereinsbank) das völlige Versagen der Kontrollmechanismen in finanziell bedeutenden Fällen miterleben.

  • ach ja, apropos Kontrolle: auch da liegt noch einiges im Argen, die Vorstände und Aufsichtsräte haben zumindest in der Vergangenheit oft mehr als schlampig gearbeitet -  dies hatte wesentlich zu Erfolg und Ausmaß des genannten "Falls Schneider" beigetragen. Und natürlich ist auch die Macht deutscher Banken nicht zu unterschätzen, die hinsichtlich Beteiligungen an Industieunternehmen u.ä. anders als im Ausland bei uns keinerlei Beschränkungen unterliegen.

Eine interessante domain mit Informationen und Nachrichten (auch) aus dem Bankenbereich ist Existenzvernichter Infoarchiv.

 

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